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Naturfreunde und SPD informieren sich über die Bolheimer Sonnenstrominitiative :

Ortsverein


Am Samstag Abend begrüßte Christine Mack als Vertreterin der beiden einladenden Organisationen Naturfreunde und SPD die Referenten Martin Müller und Peter Aufleger von der Solarstrominitiative Herbrechtingen im Hasenloch, die über die Arbeit der 2005 gegründeten Genossenschaft informierten. Martin Müller erläuterte, dass aus dem Widerstand gegen das atomare Zwischenlager in Gundremmingen heraus die Idee entstand einen aktiven Beitrag zur Förderung regenerativer Energien zu leisten. Da der Gemeinde die finanziellen Mittel zur Errichtung einer Bürgersolaranlage fehlten, eröffnete der Gemeinderat durch die Bereitstellung von Dächern öffentlicher Gebäude einen Weg für die Initiative, die sich nach reichlicher Abwägung verschiedener Gesellschaftsformen zur Gründung der Bolheimer Sonnenstromgenossenschaft entschlossen hatte. ...

Der Genossenschaft gehe es aber nicht nur um den Betrieb der beiden in Herbrechtingen und Bolheim installierten Bürgersolaranlagen, sie biete auch umfassende fachliche Beratung für Mitglieder und Nichtmitglieder, bezieht das notwendige Material und führt die Installation aus. Inzwischen sei die ehrenamtlich geführte Genossenschaft auf 57 Mitglieder mit einer Kapitaleinlage von über 80.000 € angewachsen, berichte Hr. Müller weiter, der das Amt des Vorstandsvorsitzenden ausübt. Besorgt äußerte sich der Referent über die Kürzungspläne der Bundesregierung bei der Solarförderung, da durch überzogene Kürzungen die Gefahr bestehe, dass die Wettbewerbsposition deutscher Unternehmen, die die Solarstromerzeugung in den letzten Jahren wesentlich weiterentwickelten und sich gerade in Krisenzeiten als Jobmaschine erwiesen, gefährdet würde. Für die Bolheimer Initiative stehe der Umweltaspekt und nicht die Erwirtschaftung von Gewinnen im Vordergrund, wenn auch die Einspeisungsvergütung und die zu erwartetende Lebensdauer von Solarstromanlagen von mehr als 20 Jahren durchaus auch Gewinnperspektiven bieten würden. Durch die Begrenzung auf max. 10 Genossenschaftsanteile pro Mitglied wolle man auch den Einstieg von Investoren aus reinem Gewinninteresse verhindern.

Schnell entwickelte sich mit dem Zuhörerkreis eine interessante Diskussion über die Solarstromerzeugung bei der auch Peter Aufleger aus seinem technischen Wissen und Erfahrungen berichten konnte. Die Referenten sprachen sich auch klar gegen die Nutzung von landwirtschaftlichem Ackerland für Großanlagen aus. Ihrer Meinung nach solle man zunächst die vielen Potenziale auf Dächern nutzen. Sie würde es auch begrüßen, wenn sich hier Giengener ebenfalls zu einer entsprechenden Initiative entschließen könnten. Falls in Giengen zunächst keine eigenständige Organisation gegründet würde, erlaube die Satzung der Bolheimer Genossenschaft auch Bürger aus angrenzenden Gemeinden die Mitgliedschaft und könnte dadurch auch Projekte in Giengen unterstützen.

 

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