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HZ-Leserbrief :

Allgemein

Liebes Redaktionsgscheidle,

es stimmt, wenn Du sagst, dass in Giengen nicht nur Schulen saniert wurden. Giengen hat sich auch sonst in den vergangenen Jahren großartig weiterentwickelt, wie jeder sehen kann:

- Margarete-Steiff-Platz und Postberg. Dies wurde Hand in Hand mit der Firma Steiff geschaffen und ist jetzt Einladung für viele Menschen, die Stadt zu besuchen (was ganz nebenbei auch dem Einzelhandel in der Innenstadt guttut)

- es gibt wieder ausreichend Bauland, auch in den Teilorten

- ein gemütliches Mühlenstadel in Burgberg

- wunderbare Höhlenerlebnisse in Hürben

- es wurde kräftig in das wichtigste kommunale Entwicklungsprojekt, die Stadtrandstraße, investiert

- und die schmucken Häuschen in den Sanierungsgebieten in der Innenstadt werden häufig bewundert, z.B. um das ASB-Seniorenheim, um ein paar Beispiele zu nennen.

Viel Geld wurde nach Giengen geholt, und dafür müssen wir dem Land Baden-Württemberg Danke sagen. Aber nichts gibt's umsonst: ...

...Um diese Fördergelder zu erhalten, muss man eben selber auch "was dazulegen". Wenn nun der neue OB Elser überall verkündet, Giengen hätte "über seine Verhältnisse gelebt", so irrt er da schlicht. Wir haben in Giengen unsere dringendsten "Hausaufgaben" mit Landeshilfe gemacht, anderen Kommunen steht dieses erst oder noch immer bevor. Und das bei sinkenden Landeszuschüssen, wie angesichts der dortigen Haushaltslage befürchtet werden kann.

Noch nie hat sich die SPD-Gemeinderatsfraktion, der ich bekanntlich angehöre, in „Grabenkämpfe“ verstricken lassen. Aber sie hat immer klar ! Stellung bezogen - im Guten wie im Schlechten. Und das bei allen (Ober)Bürgermeistern! Das wird sie auch weiterhin tun. Jetzt heißt es herauszufinden, wie man Giengen künftig gestalten will. Was soll man z.B. davon halten, dass bei „schwierigster Haushaltslage“, wie OB Elser nicht müde wird zu verbreiten, in der Sitzung am vergangenen Donnerstag sofort 100.000 Euro - im Vorgriff auf einen noch nicht existenten Haushaltsplanentwurf 2010 - für ein Sträßle bereitgestellt werden sollten. Unterdessen sind andere bereits beschlossene Vorhaben (z.B. die Stadtrandstraße) offenkundig „auf Eis“ gelegt und dadurch auch noch Rückzahlungsansprüche des Landes zu befürchten. Auch an dieser Straße hängen einige Unternehmer-Existenzen dran. Und die Chance, Geld zu sparen, indem man die Sanierung der Marktstraße zu günstigeren Winterkonditionen ausschreibt, ist ebenfalls vertan. Auch Nichtstun kann also teuer werden! Und allmählich dürfte OB Elser auch einmal erklären, welche freiwilligen Leistungen der Stadt an ihre Bürger er auf „Null“ fahren würde!

In der Außenwahrnehmung der Stadt ist Giengen deutlich attraktiver geworden, was die Besucherzahlen beweisen. Das muss sich auch ein neugewählter OB vor Augen halten, wenn er in überörtlichen Interviews die Situation der Stadt Giengen derart negativ darstellt. Ein OB muss ein guter Botschafter seiner Stadt sein, andernfalls wird das Image der Stadt und ihrer Bürger beschädigt. Und das darf man auch sagen. Genauso, wie man ihm anerkennend die Hand reichen wird, wenn er Gutes geschaffen hat. So haben ich und meine Kollegen das bei allen (Ober)Bürgermeistern gehalten.

Christine Mack
Stadträtin SPD-Fraktion

 

Kommentare :

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und sonst

gut geschrieben Frau Mack,
noch immer stolpern die Leute die Marktstrasse hoch und runter. Am 14.03.2010 ist verkaufsoffener Sonntag. Da kann man sich richtig auf einen Spaziergang in der Marktstrasse freuen. Gottseidank hat unser Kinderwagen eine gute Federung.
Bitte machen Sie Dampf.
Mehr als eine Bitte,
W.Offenburg

Autor: Wilhelm Offenburg, Datum: 04.03.2010


Danke

Hallo Frau Mack,
schön, dass sie mal was dazu sagen. Ihr Leserbrief in der HZ war aber kürzer. Oder irre ich mich da.
Gruß
HG

Autor: HANS GÖNER, Datum: 04.03.2010


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