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Wie man einen Bundespräsidenten auskungelt... - :

Allgemein

...oder wie man Politik-Entfremdung fördert!

Was sich derzeit in Berlin in Sachen Bundespräsidenten-Nachfolge abspielt ist jämmerlich. Da wird ein sicherlich unbescholtener Christian Wulff, Typ Wunsch-Schwiegersohn, aus dem Hut gezogen. Man registriere: Der Letzte aus jener Andenpakt-Riege, die evtl. ein Wettbewerber für Angela ...

... Merkel sein könnte. Also Parteitaktik pur wenn es um die Besetzung des höchsten Staatsamtes geht.

Wir haben nicht vergessen: Auch SPD und FDP hatten seinerzeit mit Gustav Heinemann nicht nur das gemeine sondern auch das eigene Wohl im Auge. Aber gerade jetzt, wo unser Land krisengeschüttelt und händeringend nach übergreifend wirksamer Persönlichkeit ruft, rührt das die Kanzlerin null. Ein Blick auf die große Befragungsaktion der ARD-Tagesschau über Internet - absolut und geradezu riesenhaft mit Zustimmung für den parteilosen Bewerber Joachim Gauck - müßte sie eines Besseren belehren. Ich bekomme allmählich Angst wenn ich daran denke, mit welcher Chuzpe und ohne Skrupel gegenüber der Wahrnehmung von Realitäten diese Kanzlerin agiert. Sie ist von Haus aus ja Physikerin. Wenn ich daran denke, welche Experimente da schon nur um der "reinen Lehre" willen grässlich misslungen sind, dann wird mir bange. Wer Politik als bürgernah verkauft und sie dann im hinteren Ladenstübchen sozusagen als "Bückware" verramscht, sollte besser sein Ladenschild abmontieren. Aber vielleicht poliert die Bundesversammlung am 30. Juni dieses Schild ja wieder auf. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Joerg Ehrlinger

 

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