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Symposium zur Zukunft des ÖPNV in der Brenzregion :

Allgemein

Eine Nachbetrachtung von Stadträtin Christine Mack

Am vergangenen Mittwoch fand das Symposium des Landkreises statt. Anwesend aus Giengen waren lediglich die beiden SPD-Stadträte Jörg Ehrlinger und Christine Mack sowie Dipl.-Ing. Günther Ingold, Städteplaner im Rathaus Giengen, der zum Thema „Mobilitätszentrale im Landkreis HDH“ referierte. Eine Mobilitätszentrale wäre wünschenswert im stillgelegten Giengener Bahnhofsgebäude – wer wird eine solche einrichten?

Zum Generalverkehrsplan, der in Bälde fortgeschrieben wird, gab es Erläuterungen vom Leiter des Referats ...

... Verkehrspolitik im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (eine wundersame Kombination), Volkhard Malik. Jedenfalls wurde schnell klar, dass, wenn wir in der Brenzregion überhaupt einen Vorteil vom Riesenprojekt Stuttgart 21 haben wollen, müssten wir die Brenzbahn zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert haben. Das Land gibt wenig bis nix und es braucht finanzkräftige Anliegerkommunen. Zwischenzeitlich erfährt man, dass die Einnahmen aus Grundstücksverkäufen in Stuttgart doch nicht so sprudeln, wie es in der Planung vorgesehen ist. Mal sehen, wie es dann weitergeht. Man hört so dies und das, z.B. könnte die Verbindung Ulm-Stuttgart erneut auf dem Prüfstand stehen. Dann hätte Stuttgart einen tollen Bahnhof, den niemand richtig braucht (jedenfalls schon gar nicht die Stuttgarter, denn dort sind die Proteste massiv) und das viele Geld wäre verbaut.

Dennoch war der Vortrag Anlass für Jörg Ehrlinger, in der letzten Gemeinderatssitzung nachzufragen, ob Giengen alles getan hätte, im Generalverkehrsplan mit der Stadtrandstraße und der Hohenmemminger Ortsumfahrung weiterhin berücksichtigt zu sein. Dies wurde von OB Elser ausdrücklich zugesichert. Na immerhin, aber der Weg dahin ist sehr steinig.

Natürlich wurde auch bemängelt, dass viele Bahnhöfe in der Region nicht barrierefrei ausgebaut wurden. OB Ilg konnte darüber Klage erheben. Da können wir in Giengen froh sein, dass die Gleise mit Aufzügen gut erreichbar sind. Karl-Eugen Stier von DB ZugBus RAB bedauerte Mängel bei der Information über Zugverspätungen oder gar -ausfälle an den Gleisen und versicherte, bei Verbesserungen dranzubleiben.
Aber unglaublich: Dass man nicht einfach bei überfüllten Schülerzügen einen weiteren Waggon anhängen könne, liege am Bahnhof Itzelberg, dessen Bahnsteig dann nicht die ganze Zuglänge abdecken würde.

Michael Dalhof, Geschäftsführer der HVG, fand es als Teilnehmer in der Podiumsdiskussion wichtig, dass bereits die Kinder und jugendlichen Fahrgäste als Kunden der Regionalbusse wahrgenommen und ihnen der ÖPNV als Verkehrsmittel der Zukunft schmackhaft gemacht werden müsse.

Interessant war am Rande ein Plakat des Landkreises, das Baden-Württemberg und Bayern als Landkartenumriss darstellte, mittendrin der Landkreis Heidenheim mit der Überschrift: In der Mitte des Südens. (Giengen ist so gesehen dann tatsächlich der Mittelpunkt.) Eine gute Idee – aber die Konsequenzen davon sind kaum spürbar. Die bayerischen „Highways“ reißen abrupt an der baden-württembergischen Grenze ab, die Tickets für den ÖPNV können unterschiedlicher kaum sein und Ermäßigungen gelten nur für jeweils den eigenen Bereich. Aber nicht nur zu Bayern gibt es einen gewissen Abstand. Auch innerhalb der Region lässt die Einigkeit der Akteure manches an Wünschen offen. Wenn jeder nur für sich das Beste herausholen will, bleibt nun mal die Gemeinsamkeit auf der Strecke. Und das Zusammenstehen wäre dringend notwendig, wenn die Zukunftsaufgaben in der Region gegenüber der Landesregierung vertreten werden müssen. Für „die Stuttgarter“ sind wir hier in der Brenzregion ganz am Rande, nicht nur beim Thema „Stuttgart 21“.

 

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