Diskussionsrunde über die Europäische Staatsschuldenkrise

Veröffentlicht am 10.01.2013 in Ortsverein

In kleinem, aber engagierten Kreis wurden anlässlich einer öffentlichen Diskussionsrunde beim SPD-Ortsverein Giengen die Ursachen der Schuldenkrise erörtert, die aktuelle Lage beurteilt und über die Zukunft nachgedacht.

Nach der Begrüßung durch den Ortsvereinsvorsitzenden der SPD Giengen Udo Fehrle, leitete das langjährige Vorstandsmitglied Reinhold Dombrowsky den Abend mit einem kurzen Impulsreferat ein. Dabei eruierte Dombrowsky die Ursachen der Finanzkrise der Jahre 2008 – 2009, welche aus den Vereinigten Staaten herrühre und eine direkte Verbindung zur heutigen Europäischen Staatschuldenkrise aufweisen würde. Im Anschluss daran fand ein reger Meinungsaustausch der Diskussionsteilnehmer statt. Man war sich einig, dass die Staatsschuldenkrise noch nicht überwunden sei und mehr, als nur ein hartes Spardiktat, nötig wäre, um die maroden Staatshaushalte einiger europäischer Staaten zu sanieren und zu konsolidieren. Sorgen dabei bereitete den Teilnehmern vor allem die mangelnde Wachstumsfähigkeit der betroffenen Wirtschaften und die hohe Jugendarbeitslosigkeit der Krisenstaaten. Die Frage, wer am Ende tatsächlich die Lasten zu tragen hätte und wie teuer es letztendlich für Deutschland würde, bliebe bis auf weiteres ungeklärt. Gespannt und kritisch müsse daher die künftige Entwicklung der Eurozone weiterverfolgt werden, denn im Zuge der Krise sei auch das ganze Konstrukt „Europäische Union“ in Frage gestellt. Die Krise sollte als Chance gesehen werden sich Fehler, die in der Vergangenheit begangen wurden, einzugestehen, zu korrigieren und nach einer besseren Lösung zu suchen.