Neues aus dem Gemeinderat vom 24.5.2012

Veröffentlicht am 29.05.2012 in Gemeinderatsfraktion

Kirchenwegle Hürben
Man solle doch die Kirche im Dorf lassen, heißt es oft bei aufgeregten Debatten, und – so fügen wir seitens der SPD-Fraktion hinzu – das gilt auch für den Weg dorthin. Die Rede ist vom Kirchenwegle in Hürben, eine Sache, die fast einen ganzen Stadtteil auf die Beine brachte. Zwar führen auch andere Wege zur Kirche und zum Friedhof, die Hürbener wollten sich die jahrzehntelang bestehende Abkürzung ohne Steilstück aber nicht nehmen lassen. Mehr als 500 Unterschriften und die hohe Präsenz bei der Gemeinderatssitzung am letzten Donnerstag sind mehr als deutlich.

Nach einer Ortsbesichtigung und nach Darstellung der rechtlichen Situation durch die Verwaltung kommt die SPD-Fraktion zu der Überzeugung, dass das Kirchenwegle als öffentliche Fläche zu bewerten ist, dass der Verkauf an Privat ein Fehler war und dass deswegen die öffentliche Begehbarkeit erhalten werden muss bzw. wieder herzustellen ist. Mit Vehemenz vertrat in der Debatte dabei Stadträtin Monika Albrecht-Groß, Vertreterin aus Hürben, die Interessen der „Fußgänger“. Die SPD-Fraktion wird einen entsprechenden Antrag einbringen. Absperrung und Stacheldraht sind keine Alternative.

Kriminalstatistik und Verkehrsbericht 2011
Dem Gemeinderat wurde umfassendes Zahlenmaterial aus Giengen und dem Landkreis vorgelegt. Eine Reihe von Entwicklungen ist positiv zu sehen, so ist die Anzahl der Straftaten rückläufig, dafür stieg die Aufklärungsquote. Aus unserer Sicht besonders erfreulich: Die Zahl der jugendlichen Täter, und insbesondere auch der Kinder, hat deutlich abgenommen, auch aus Sicht der Polizei ein deutliches Indiz dafür, dass die verschiedenen Formen und Modelle der Gewaltprävention von öffentlicher Seite, von Organisationen, Vereinen und an den Schulen erfolgreich sind; in diesem Bereich eingesetzte Gelder sind sinnvoll eingesetzt!

In diesem Zusammenhang gab es eine Anfrage durch Stadträtin Gaby Streicher zur Schulsozialarbeit, da der Kreistag dies im Juni auf der Agenda haben wird. Sie fragte, nach den in Stuttgart neu gestellten Weichen bezüglich der Finanzierung, nach dem Konzept der Verwaltung zur Ausweitung der dringend benötigten Schulsozialarbeit und mahnte an, den Bedarf rechtzeitig anzumelden, auch angesichts der Tatsache, dass der Anteil von Kindern zwischen 0 und 14 Jahren mit Hartz-IV-Bezug in Giengen relativ hoch sei.

Fair Trade
„Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ 
Mit dieser Weisheit aus Afrika begrüßte Gaby Streicher das Ansinnen der Verwaltung, sich um den Titel „Fair-Trade-Stadt“ zu bewerben. Auch wenn es manchem nur ein Tropfen auf einen heißen Stein scheinen mag – es ist ein konkretes Zeichen für Solidarität, für eine gerechtere Welt. Dank hier auch der Initiative, die aus den Reihen des katholischen Pfadfinderstammes St. Michael kommt. Und damit es immer mehr Tropfen auf den heißen Stein der Armut in der Welt werden: Wir alle können bei unserem Einkauf diese Initiative unterstützen und Fair-Trade-Produkte kaufen, ob Kaffee oder Tee, ob Schokolade, Blumen oder Fußbälle. Die Produktpalette ist gewachsen, fair gehandelte Waren unterstützen Kleinbauern und Arbeiter in Afrika, Asien und Lateinamerika. Sie sorgen für soziale Arbeitsbedingungen, verhindern Zwangs- und Kinderarbeit und sorgen dazu noch für den Schutz der Umwelt.

 
 

Das Giengener Stadtgespräch zur Gemeinderatswahl

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