SPD-Bundestagskandidatin Claudia Sünder zum Frühschoppengespräch in Hürben

Veröffentlicht am 15.09.2013 in Ortsverein

Hürben (ph) Zur Freude der Besucherinnen und Besucher hatte sie den "Holzhammer", mit dem man auf den politischen Gegner so trefflich eindreschen kann, nicht ausgepackt, die SPD-Bundestagskandidatin Claudia Sünder beim Frühschoppengespräch im Gemeinschaftsraum der Hürbetal Halle in Hürben. Das hatte sie auch gar nicht nötig, denn mit wohltuender Sachlichkeit und großer Kompetenz legte sie die Politik, für die sie in Berlin kämpfen will, der interessierten Zuschauerschar dar.

So berichtete Claudia Sünder von vielen geführten Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern in den letzten Wochen, bei denen sie sich aus erster Hand über die Sorgen und Probleme informieren konnte. Immer wieder wäre auch zu hören, so Claudia Sünder, wen soll ich wählen, "die da oben" machen doch alle das Gleiche. Dass dem nicht so ist, belegte die SPD-Bundestagskandidatin an einigen handfesten Bespielen.

So tritt sie ohne Wenn und Aber für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn ein. Ferner befürwortet sie die Einführung einer Bürgerversicherung, in der alle ihren Beitrag zu leisten haben. Die Bedingungen für Leiharbeiter und Werkverträge - einst von der Regierung Schröder eingeführt - müssen aus ihrer Sicht dringendst nachgebessert werden. Das gelte auch für die Energiewende der derzeitigen schwarz-gelben Regierung, die einer umgehenden Nachjustierung bedürfe. Für sehr wichtig, so die Rednerin, halte sie auch die Europapolitik, deren stiefmütterliche Behandlung endlich ein Ende haben müsse.

Sie werde sich auch dafür einsetzten, dass Gesundheit und Pflege für alle bezahlbar bleibe. Eine Zweiklassenmedizin sei mit ihr nicht zu machen, betonte die Bundestagskandidatin ausdrücklich.

Eine rege Diskussion schloss sich den interessanten Ausführungen von SPD-Bundestagskandidatin Claudia Sünder an. Da wunderten sich einige Anwesende, dass der NSA-Abhörskandal, der die Bürgerrechte massiv beeinträchtige, die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland so wenig bewege. Der "Stinkefinger" von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück war ebenso Gesprächsthema wie das Betreuungsgeld, das nach einhelliger Meinung abgeschafft gehöre. Die Frauenquote, das Stopfen von Steuer-Schlupflöchern, mit denen sich internationale Konzerne immer noch bedienen können und vieles andere mehr wurden beim SPD-Frühschoppengespräch in Hürben eingehend diskutiert.